Unterricht für Kinder mit Unterstützungsbedarf im Bereich Sprache

 

Am Unterrichtsleben in unserer Schule nehmen neben den Grundschülern aus dem Einzugsgebiet Gellenbeck, Sudenfeld und Natrup-Hagen Kinder mit festgestelltem Unterstützungsbedarf in den Bereichen Lernen, Emotionale und Soziale Entwicklung und Sprache im inklusiven Kontext teil. Zudem erfahren bei uns die Kinder eine besonders intensive Unterstützung, die sehr starken Unterstützungsbedarf im Bereich Sprache haben, so dass eine inklusive Beschulung in ihrer Stammschule nicht möglich ist. Für diese Kinder, die aus dem süd- südwestlichen Landkreis von Osnabrück kommen können (von Glandorf, Hilter, Dissen über Bad Iburg, Georgsmarienhütte bis Hasbergen), stehen 24 Plätze in den Klassen 1 bis 4 zur Verfügung.

 

Unterricht

 

In jedem Jahrgang unserer Schule werden Kinder mit festgestelltem Unterstützungsbedarf im Bereich Sprache gemeinsam mit den Grundschulkindern aus dem Einzugsbereich der Grundschule Gellenbeck unterrichtet. Dabei besteht in der Regel eine Doppelbesetzung durch einen Grundschullehrer und einen Förderschullehrer in den Hauptfächern. Beide Lehrer teilen sich die Klassenführung. Diese Kinder werden alle nach den gleichen Richtlinien beschult, jedoch werden ihnen die Inhalte unterschiedlich vermittelt.

 

Förderung

 

Unterricht und Förderung können in unterschiedlicher Form durchgeführt werden: Viele Stunden werden in Doppelbesetzung erteilt und entweder im gemeinsamen Teamteaching oder im Rahmen von zusätzlicher Unterstützung durchgeführt. Außerdem können die Kinder in Kleingruppen oder in Einzelförderung gezielt angeleitet werden. Der Förderschullehrer wählt dabei den Stoff und die Methoden so individuell aus, dass den sprachlichen Defiziten des Kindes Rechnung getragen wird und es den Unterrichtsinhalten folgen kann.

Neben der unterrichtsbezogenen sonderpädagogischen Unterstützung erfolgt eine sprachheilpädagogisch orientierte Förderung, die jedoch keine ambulante Sprachtherapie ersetzt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des Förderschullehrers ist die Elternarbeit sowie die Zusammenarbeit mit den Grundschulkollegen, Therapeuten und Ärzten.

 

Förderbedarf

 

Um ein Kind mit besonderem Unterstützungsbedarf im Bereich Sprache aus dem Landkreis Osnabrück an der Grundschule Gellenbeck aufnehmen zu können, muss durch die Landesschulbehörde der Förderschwerpunkt Sprache festgestellt worden sein. Hierfür leitet der Schulleiter der zuständigen Grundschule das sonderpädagogische Überprüfungsverfahren ein. Ein Grundschullehrer und ein Förderschullehrer der Comeniusschule werden anschließend damit beauftragt, auf der Grundlage von Tests, Beobachtungen und Gesprächen mit Eltern, Therapeuten und Erziehern ein Beratungsgutachten zu erstellen. In einer Förderkommission wird dieses gemeinsam mit den Eltern diskutiert und Möglichkeiten der Beschulung des Kindes werden aufgezeigt. Diese Unterlagen werden an die Landesschulbehörde weitergeleitet, die eine Verfügung bezüglich des Förderschwerpunktes verfasst. Nun haben die Eltern die Wahl, in welche Schule ihr Kind gehen soll. Befindet sich diese außerhalb des Einzugsgebietes, muss ein Ausnahmeantrag bei der zuständigen Grundschule und der aufnehmenden Grundschule gestellt werden.

 

Häufige Störungsbildung unserer Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf im Bereich Sprache sind: ein eingeschränkter Wortschatz, Dysgrammatismus, gravierende Artikulationsstörungen, phonologische Störungen, auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen, Mutismus, Stottern oder Poltern.

 

Kontakt

 

Sprechen Sie uns gern an unter:

Grundschule Gellenbeck – Uta Plickert (Förderschullehrerin mit den Schwerpunkten Sprache und Hören) Tel.: 05405/7255 oder auch privat 05405/6629