Mein Körper gehört mir

Interaktive Szenencollage in drei Teilen.
Theaterpädagogisches Präventionsprogramm
Buch: Anna Pallas, Reinhard Gesse
Regie: Anna Pallas, Reinhard Gesse

Das Stück an unserer Schule

Seit vielen Jahren bekommen die Kinder unserer Schule im 3. oder 4. Schuljahr die Gelegenheit, das Stück "Mein Körper gehört mir" mit ihrer Klasse in den Räumlichkeiten unserer Schule anzusehen. Einen Teil der Kosten tragen dabei die Eltern, der andere Teil wird vom Förderverein unserer Schule übernommen.

 

Thema des Stückes:
Sexuelle Gewalt bei Kindern.

 

 

Die Form des Stückes:
Eine Collage in Monolog, Dialog und Lied, für zwei Darsteller. Leichtverständliche Alltagsszenen, die den Schüler nicht auf reine Konsumierung beschränken, sondern, indem die Darsteller zur Interaktion aus ihren Figuren heraustreten, zu Rollenspielen, Fragen und Gesprächen anregen - zu Mitgestaltung, Analyse und Kommentar. Kontinuierliche Steigerung der Problemhärte in drei aufeinander aufbauenden, einander vertiefenden Teilen, die je eine Nachbereitung im Normalunterricht erfordern. Schlüsselszenen werden in mehreren Varianten gezeigt, mit negativem wie positivem Ausgang. Die Atmosphäre ist vertrauenweckend - und so ernst wie humorvoll. Das Lernen ist spielerisch - und dennoch tiefgründig.

Der Inhalt
Ein Mädchen bürstet einem Jungen das Haar. Anfangs findet der Junge das angenehm. Doch dann wird das Bürsten schmerzhaft hart, und schließlich sagt der Junge: "Nein!" Szenenwechsel: Ein Mädchen sitzt in einem Schulbus. Ein fremder Mann setzt sich zu ihm und legt ihm den Arm um die Schulter. Das Mädchen wagt zunächst nicht, sich zu wehren. Doch als sie es tut, fühlt sie sich rasch wieder gut. Es geht um Kraft, Energie, Mut und Zivilcourage, um Liebe, um Macht und um Vertrauen. Es geht um einen Exhibitionisten. Es geht um einen Gewalttäter, der ein Mädchen in eine entlegene Ecke des Stadtparks lockt. Es geht um einen Zwangsinzest zwischen Onkel und Neffe.

Illustrationen einer bitteren Erkenntnis: Jedes dritte Mädchen und jeder neunte Junge wird vor seinem 16. Lebensjahr Opfer sexueller Übergriffe. Und durchschnittlich neun Mal muß jedes Opfer um Hilfe bitten, bis es einen Menschen findet, der ihm glaubt.

Das Lernziel
Mahnungen wie "Geh nicht mit Fremden!" richten das Schuldempfinden des Kindes auf sich selbst. Das Programm zeigt, wie falsch diese Strategie ist: Bei sexueller Gewalt trägt die Schuld nie auch das Opfer, sondern immer nur der Täter. Der Schüler lernt, daß sein Körper sein persönliches Eigentum ist, für das er Mitverantwortung trägt. Das Programm stärkt sein Ich, sein Selbstvertrauen, seine Bereitschaft zur Abwehr von Übergriffen und zur Suche nach der Hilfe Dritter. Es hilft dem Kind, Ja- und Nein-Gefühle zu unterscheiden und die Regeln zu lernen, Gefahrensituationen vorzubeugen. Das Programm hilft, das Schweigen zu brechen, daß den Täter schützt und das Opfer isoliert.

 

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