Medienkonzept der Grundschule Gellenbeck

Unsere Gesellschaft hat in den letzten Jahren eine fortschreitende Technisierung bzw. Digitalisierung der Arbeitswelt und Freizeitgestaltung erlebt. So ist das Internet mittlerweile ein selbstverständlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens unserer Schüler geworden. In einem großen Teil der Familien stehen den Kindern Computer und Internetzugang zur Verfügung. Dies birgt ein enormes Potential für die Lernmöglichkeiten, stellt gleichzeitig aber auch eine große Herausforderung dar. Die Lebenswirklichkeit der Kinder erzwingt geradezu eine angemessene Präsenz des PC im Unterrichtsgeschehen.

Unsere Schule ist technisch aufgerüstet und somit in die Lage versetzt worden, Computer noch effektiver in das Unterrichtsgeschehen einzubeziehen. Dennoch drängt sich weiterhin die Frage auf, wie der Einsatz der Rechner im Unterricht in einem sinnvollen pädagogisch-didaktischen Rahmen erfolgen kann. Eine stete Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten bedingt zudem, sich ständig fortzubilden und die Rechner technisch nachzurüsten. Außerdem mehren sich die Gefahrenherde, z.B. durch Kriminalität im Internet oder die große Fülle an Angeboten mit jugendgefährdendem Inhalt, vor denen wir unsere Kinder zunehmend schützen müssen. Diese Schattenseiten der Mediennutzung stellen in Zukunft angesichts begrenzter zeitlicher, personeller und finanzieller Ressourcen eine enorme Herausforderung an das Kollegium dar.

Ausstattung: Die Umsetzung unseres Medienkonzeptes ist zwingend abhängig von einer angemessenen technischen Ausrüstung, deren Finanzierung durch den Schulträger und aus Landesmitteln gesichert sein muss.

Hardware: Durch Investitionen im Rahmen der Konjunkturprogramme sind beide Standorte gebäudeabdeckend mit WLAN-Geräten versorgt worden, sodass ein Internetzugang von allen Klassenräumen aus möglich ist. Schrittweise sollen bis zum Sommer 2010 alle Klassenräume über mindestens einen internetfähigen Rechner verfügen. Ferner steht ein Computerraum in Gellenbeck mit12 Rechnern und Internetzugang zur Verfügung. Außerdem befinden sich in Gellenbeck ein Beamer, eine Digitalfotokamera und ein Notebook, die von allen Kollegen ausgeliehen werden können.

Software: Die Schulrechner sind mit dem Betriebssystem Windows XP und dem erweiterten Windows-Office-Paket als Schullizenz ausgerüstet. Als Lernprogramm steht das Lernprogramm Medienwerkstatt 7 zur Verfügung. Mehrere Klassen nutzen auch das Programm Antolin zur Leseförderung. Weitere Lernprogramme werden gesichtet und erprobt.

 

Schaffung von Kompetenz im Umgang mit dem Computer bei den Schülern

Unsere Schüler kommen mit sehr unterschiedlich ausgeprägter Medienkompetenz zu uns in den Unterricht. Ein Großteil der Schülerschaft hat zu Hause die Möglichkeit, erste Fertigkeiten im Umgang mit dem PC zu erwerben, andere hingegen bringen keinerlei Erfahrungen mit. Ferner muss unterschieden werden, inwieweit die Kinder auch Computerkenntnisse erworben haben, die für einen Lernzuwachs sinnvoll erscheinen oder lediglich für die Beherrschung von Computerspielen nötig sind.

Es erscheint uns daher notwendig, den Kindern spätestens während des dritten Schuljahres durch eine systematische Schulung („Computerführerschein“) ein Mindestmaß an schulrelevanten Computerkenntnissen zu vermitteln, die für eine sinnvolle Nutzung unabdingbar sind. Hier muss für alle unsere Schüler Chancengleichheit bestehen.

Zielsetzungen für die Ausbildung einer Medienkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler sollen zu einem selbstständigen und kritischem Umgang mit dem Computer und dem Internet befähigt werden. Besonderer Wert wird dabei auf die Aspekte der Informationsbeschaffung, aber auch der Kommunikation via Internet gelegt. Gerade im letzteren Bereich bedarf es angesichts der vielfältigen Gefahren einer Aufklärungsarbeit, die zu einem kritischen Umgang anleitet. Die Schülerinnen und Schüler sollen zudem ihr Wissen mit Lernprogrammen festigen und kontinuierlich weiter vertiefen.

 

Am Ende der Grundschulzeit sollen die Kinder...

- grundlegende Fertigkeiten im Umgang mit dem Computer beherrschen,

- selbstständig im Internet durch kindgerechte Suchmaschinen Informationen beschaffen können,

- einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Internet pflegen und

- mit den in der Schule angebotenen Lernprogrammen umgehen können.

 

Unterrichts- und Projektzusammenhänge

Computer werden verstärkt in den täglichen Unterricht ein­gebunden. Es ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, die den Computereinsatz nicht als reinen Selbstzweck dastehen lassen, sondern den Unterricht sinnvoll bereichern. Denn nur dann erschließt sich den Kindern auch, dass der PC ein sinnvolles Lerninstrument darstellt und nicht nur ein reines Spielzeug bzw. Freizeitinstrument ist. Wir wollen davon wegkommen, dass der PC ein Highlight des Unterrichts ist, sondern vielmehr einen weiteren, selbstverständlichen Baustein neben anderen vielfältigen Unterrichtsmethoden darstellt.

 

Denkbar sind je nach Fach und Altersstufe beispielsweise folgende Aktivitäten:

- Realisierung von Schreibanlässen: Die Schüler schreiben am PC Texte für ihre Referate, verbessern ihre Aufsätze, schreiben Artikel für Schülerzeitungen oder Ausstellungen, etc.

- Vertiefung von Lerninhalten durch das Arbeiten mit der Unterrichtssoftware der im Schulalltag benutzten Lehrwerke (Nussknacker, Playway,...)

- Die Schüler und Lehrer recherchieren Hintergrundinformationen, z.B. im Sachunterricht über bestimmte Tierarten, und stellen die Ergebnisse für die Mitschüler zusammen

- Mit Malprogrammen erstellen die Kinder Grafiken für Collagen, die im Kunstunterricht erstellt werden.

- Am Computer betrachten die Kinder Lehrfilme.

Schaffung von Kompetenz im Umgang mit dem Computer im Lehrerkollegium

Der Einsatz von Computern im Regel- und Projektunterricht an einer Grundschule bedarf genauer und intensiver, konzeptioneller Planung. Durch interne Fortbildungen und einen permanenten Erfahrungsaustausch innerhalb des Kollegiums stellen wir ein ausreichendes Maß an Medienkompetenz innerhalb des Lehrerkollegiums sicher.

Durch den Abschluss eines Wartungsvertrages mit dem Medienzentrum Osnabrück ist deshalb ein kompetenter Ansprechpartner für die technische Seite gewonnen worden. Bei Defekten, Installationen oder technischen Problemen können Mitarbeiter des Medienzentrums angesprochen und beauftragt werden. Die Kosten dafür werden vom Schulträger übernommen. Für Basisfragen zur Computernutzung steht vor Ort ein Kollege zur Verfügung. Darüber hinaus gehende Fragestellungen können aber nur von externen Fachkräften beantwortet werden.